Deutsche Immobilien- und REIT-Aktien sind billig
07.05.2008, 22:57 Uhr, abgelegt in: Kapitalmarkt
Preise für Gebäude, Immobilienaktien und
Hypothekenkreditportfolios sind in Deutschland
dermaßen drastisch gesunken, so die Immobilienzeitung
am 3.5.2008 (Nr. 85, S. 1, 18), dass finanzstarke
Investoren nun die Chance zum Einstieg nutzen wollen.
Etwa die US-Gesellschaft GE Real Estate plant eine
Milliardensumme in Kreditpakete und Beteiligungen an
börsennotierten Immobilienfirmen zu investieren. Bis
Ende des Jahres 2009 beabsichtigt GE Real Estate,
nach einem ersten Kauf für 1,3 Mrd. Euro, weitere
Investitionen von 1,5 Mrd. Euro in nicht
zahlungsgestörte Kredite. Ebenso will die
italienische Pirelli Real Estate ihr Engagement in
Deutschland ausweiten. Unter den zum Kauf empfohlenen
Unternehmen steht mit der Alstria Office AG auch ein
G-REIT.
Gem. einer Studie von Unicredit sind deutsche Immobilienaktien – bzw. REIT-Aktien, wie im Falle der Alstria Office AG – zurzeit deutlich unterbewertet. Analysten der Bank sehen durchschnittlich Kurspotenziale von 20 %, z. B. auch bei den Aktien von Deutsche EuroShop, DIC Asset und Vivacon. Immobilienaktien notieren im Schnitt um 30 % unter dem von den Unternehmen ausgewiesenen Nettovermögenswert (NAV) ihrer Immobilien (vgl. bereits Blog-Eintrag vom 12.4.2008). Selbst Kreditportfolios (auch nicht zahlungsgestörte) werden von Banken mit Abschlägen von bis zu 10 % auf den Nennwert abgegeben, da der bisher praktizierte Verkauf über den Verbriefungsmarkt nicht mehr realisiert werden kann. Trotz der Unterbewertung am Markt werden die Kursziele einiger Titel vor dem Hintergrund des auch ansonsten schwierigen Marktumfelds und der Risikoaversion der Investoren teils deutlich gekürzt. Dem zu begegnen – so Unicredit – müssten Unternehmen zeigen, dass sie mit ihren Akquisitionen und ihrer strategischen Ausrichtung in den letzten zwei Jahren ein tragendes Fundament für eine positive Wertentwicklung im derzeitigen Kapitalmarktumfeld gelegt haben. Optimistisch sehen die Bankanalysten Unternehmen mit niedrigen Risiken, einem starken internen Asset Management und hoher Transparenz; bei jenen Unternehmen könne sich die positive Vorarbeit schon in wenigen Quartalen in den Zahlen widerspiegeln. Etwa für den G-REIT Alstria Office AG wird das Kursziel von 13,60 Euro bestätigt, obwohl das niedrige Risiko bereits seit Anfang dieses Jahres zu einer überdurchschnittlichen Kursentwicklung geführt habe. Die Bewertung erlaube darüber hinaus einen weiteren Kursanstieg, so die Unicredit-Studie; Alstria Office AG sei grundsätzlich gut aufgestellt für schwierige Zeiten.
Kommentar: Ein deutscher REIT kann auch in einem problematischen Kapitalmarktumfeld bestehen, wenn das Unternehmen strategisch gut geführt ist; den massiven Unterbewertungen im Vergleich zum NAV kann sich der G-REIT aufgrund seiner zwingenden Börsennotierung dennoch nicht erwehren. In diesem Kontext wäre in Deutschland über private REITs, wie sie beispielsweise in den USA möglich sind, nachzudenken.
Gem. einer Studie von Unicredit sind deutsche Immobilienaktien – bzw. REIT-Aktien, wie im Falle der Alstria Office AG – zurzeit deutlich unterbewertet. Analysten der Bank sehen durchschnittlich Kurspotenziale von 20 %, z. B. auch bei den Aktien von Deutsche EuroShop, DIC Asset und Vivacon. Immobilienaktien notieren im Schnitt um 30 % unter dem von den Unternehmen ausgewiesenen Nettovermögenswert (NAV) ihrer Immobilien (vgl. bereits Blog-Eintrag vom 12.4.2008). Selbst Kreditportfolios (auch nicht zahlungsgestörte) werden von Banken mit Abschlägen von bis zu 10 % auf den Nennwert abgegeben, da der bisher praktizierte Verkauf über den Verbriefungsmarkt nicht mehr realisiert werden kann. Trotz der Unterbewertung am Markt werden die Kursziele einiger Titel vor dem Hintergrund des auch ansonsten schwierigen Marktumfelds und der Risikoaversion der Investoren teils deutlich gekürzt. Dem zu begegnen – so Unicredit – müssten Unternehmen zeigen, dass sie mit ihren Akquisitionen und ihrer strategischen Ausrichtung in den letzten zwei Jahren ein tragendes Fundament für eine positive Wertentwicklung im derzeitigen Kapitalmarktumfeld gelegt haben. Optimistisch sehen die Bankanalysten Unternehmen mit niedrigen Risiken, einem starken internen Asset Management und hoher Transparenz; bei jenen Unternehmen könne sich die positive Vorarbeit schon in wenigen Quartalen in den Zahlen widerspiegeln. Etwa für den G-REIT Alstria Office AG wird das Kursziel von 13,60 Euro bestätigt, obwohl das niedrige Risiko bereits seit Anfang dieses Jahres zu einer überdurchschnittlichen Kursentwicklung geführt habe. Die Bewertung erlaube darüber hinaus einen weiteren Kursanstieg, so die Unicredit-Studie; Alstria Office AG sei grundsätzlich gut aufgestellt für schwierige Zeiten.
Kommentar: Ein deutscher REIT kann auch in einem problematischen Kapitalmarktumfeld bestehen, wenn das Unternehmen strategisch gut geführt ist; den massiven Unterbewertungen im Vergleich zum NAV kann sich der G-REIT aufgrund seiner zwingenden Börsennotierung dennoch nicht erwehren. In diesem Kontext wäre in Deutschland über private REITs, wie sie beispielsweise in den USA möglich sind, nachzudenken.