G-REIT in der Krise
29.10.2008, 14:07 Uhr, abgelegt in: Literatur
Kombiniert mit einer Buchrezension zum "Handbuch Real
Estate Investment Trusts" von
Bone-Winkel/Schulte/Schäfers war in der
Fondszeitung vom 23.10.2008 unter der Überschrift
"Real Estate Investment Trusts - Das Handbuch zur
Krise" zu lesen, wie es derzeit im REIT-Markt und
dessen Umfeld aussieht, bzw. welche Konsequenzen
daraus resultieren. Bereits das gesamte Umfeld der
Immobilienaktien und REITs verheiße nichts Gutes:
Gewinnprognosen wurden revidiert, etwa reduzierte die
IVG Immobilien AG ihre Erwartungen für das Gesamtjahr
auf die Hälfte und der Aktienkurs der Colonia Real
Estate sank in den vergangenen zwölf Monaten um 80 %;
dabei wurde von der Colonia die Gewinnerwartung von
74 auf 23 Millionen Euro gekürzt. Für die einzigen
beiden G-REITS lief das erste Halbjahr 2008, wie im
Gesamtmarkt, enttäuschend. Die Alstria Office REIT-AG
habe Verluste von 10,4 Millionen Euro geschrieben,
wobei im entsprechenden Vorjahreszeitraum noch ein
Gewinn von 44,1 Millionen Euro erwirtschaftet worden
sei. Die Fair Value REIT-AG habe in den ersten sechs
Monaten 2008 einen Überschuss von knapp 800.000 Euro
erzielt.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) komme manchen Unternehmen der Branche entgegen, wenn mit Verweis auf ein ungünstiges Börsenklima Vor-REITs ihre Frist bis zum Börsengang verlängern können. Es hätten bislang aber noch keine Unternehmen einen entsprechenden Antrag gestellt. Eine Verlängerung der Exit-Tax komme hingegen nach Mitteilung der Bundesregierung nicht in Frage. Das bedeute, die Steuervergünstigungen beim Objektverkauf an REITs bzw. Vor-REITs gelte nur noch bis Ende kommenden Jahres. Jedoch wolle die Bundesregierung das REIT-Gesetz an die Regelungen der ab 2009 geltenden Abgeltungssteuer noch anpassen. Es deute nichts darauf hin, dass es in naher Zukunft einen einheitlichen EU-REIT geben könnte, da sich auf der Jahrestagung des Branchenverbands EPRA in Stockholm CEO Charls sogar gegen ein solches Vorhaben ausgespochen habe. Als Begründung wurde angeführt, dass ein einheitlicher EU-REIT die Entwicklung der Trusts in neuen REIT-Märkten hemme. Hingegen sehe das Institut der Deutschen Wirtschaft die Zersplitterung des europäischen REIT- Markts insofern als Problem, als eine Spezialisierung der Gesellschaften auf einzelne Segmente des Immobilienmarkts nur in großen Wirtschaftsräumen gelingen könne.
Kommentar: Für die zwölf Vor-REITs ist die Verlängerung der Frist für den Börsengang von großer Bedeutung - beachten Sie dazu bitte auch den im Downloadbereich verfügbaren Artikel von Claßen.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) komme manchen Unternehmen der Branche entgegen, wenn mit Verweis auf ein ungünstiges Börsenklima Vor-REITs ihre Frist bis zum Börsengang verlängern können. Es hätten bislang aber noch keine Unternehmen einen entsprechenden Antrag gestellt. Eine Verlängerung der Exit-Tax komme hingegen nach Mitteilung der Bundesregierung nicht in Frage. Das bedeute, die Steuervergünstigungen beim Objektverkauf an REITs bzw. Vor-REITs gelte nur noch bis Ende kommenden Jahres. Jedoch wolle die Bundesregierung das REIT-Gesetz an die Regelungen der ab 2009 geltenden Abgeltungssteuer noch anpassen. Es deute nichts darauf hin, dass es in naher Zukunft einen einheitlichen EU-REIT geben könnte, da sich auf der Jahrestagung des Branchenverbands EPRA in Stockholm CEO Charls sogar gegen ein solches Vorhaben ausgespochen habe. Als Begründung wurde angeführt, dass ein einheitlicher EU-REIT die Entwicklung der Trusts in neuen REIT-Märkten hemme. Hingegen sehe das Institut der Deutschen Wirtschaft die Zersplitterung des europäischen REIT- Markts insofern als Problem, als eine Spezialisierung der Gesellschaften auf einzelne Segmente des Immobilienmarkts nur in großen Wirtschaftsräumen gelingen könne.
Kommentar: Für die zwölf Vor-REITs ist die Verlängerung der Frist für den Börsengang von großer Bedeutung - beachten Sie dazu bitte auch den im Downloadbereich verfügbaren Artikel von Claßen.