REITs: Marktpotenzial vs. Realität

Das Marktpotential von G-REITs wurde vor ihrer rückwirkend zum 1.1.2007 erfolgten Einführung als enorm eingeschätzt. Gem. einer Studie von M. M. Warburg Research verfügen allein die 65 größten deutschen Unternehmen über etwa 80 Mrd. Euro stille Reserven in ihrem Immobilienvermögen. Die Quote für die in Firmenbesitz befindlichen Immobilien, welche durch die Unternehmen selbst genutzt werden, wurde von der IFD für Deutschland auf 73 % beziffert. Im Vergleich dazu liegt – ebenfalls nach Angaben der IFD – der Anteil in Großbritannien bei 54 %, in den USA sogar nur bei 25 %.

Grundsätzlich könnten deutsche Unternehmen durch Veräußerung ihrer nicht betriebsnotwendigen Immobilien und Zufuhr des freigesetzten Kapitals ins Kerngeschäft ihre Bilanzstrukturen und Renditen erheblich verbessern. Unter anderem vor dem Hintergrund diverser aus dem REITG resultierender rechtlicher Unsicherheiten sowie der immer noch anhaltenden Marktkorrekturen infolge der Subprime-Krise ist bislang eine große Welle von G-REIT-Gründungen ausgeblieben. Das genannte Potenzial besteht allerdings nach wie vor.

In diesem Zusammenhang hat sich Buller von Fidelity International geäußert (vgl. reits-in-deutschland.de) – er rechnet für das Jahr 2008 mit zunehmenden Börsengängen von REITs, nicht nur in Deutschland, sondern vielmehr in ganz Europa. Insbesondere in Italien sei ab Februar 2008 mit den ersten REITs zu rechnen. In Spanien und Dänemark sei evtl. die Schaffung der rechtlichen Rahmenbedingungen für REITs zu erwarten. Alles in allem könne sich eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in den USA aber noch negativ auf die in 2008 erwarteten Entwicklungen in Europa auswirken, die Aussagen gelten folglich nur unter diesem Vorbehalt.

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