G-REIT und Finanzkrise
03.08.2009, 11:39 Uhr, abgelegt in: Literatur
In ihrem Beitrag in der Zeitschrift Deutsches
Steuerrecht geben Gemmel/Kaiser einen
Überblick über die aktuellen Entwicklungen des
deutschen REIT-Regimes und die Auswirkungen der
Finanzkrise (ab Seite 1346). Im Einzelnen gehen sie
auf die Änderungen des REIT-Gesetzes (REITG) im Zuge
des Jahressteuergesetzes 2009 (JStG 2009), den
Wegfall der sog. Exit-Tax-Steuerbegünstigung ab
Januar 2010 sowie eine mögliche Nachversteuerung beim
Wegfall der Exit-Tax vor dem Hintergrund der
Finanzkrise ein.
Die derzeitige Finanzkrise bringe nicht nur Risiken für das deutsche REIT-Regime, sondern eröffne auch Chancen für die Zukunft. Die Autoren sind der Auffassung, dass die Änderung des REITG durch das JStG 2009 (vgl. hierzu den Blog-Eintrag v. 21.12.2008) überwiegend positiv bewertet werde und sich hierdurch die Ausgangslage für deutsche REITs insgesamt verbessere. Dennoch sei die Zukunft des G-REITs teilweise auch mit zunehmender Sorge zu betrachten. Dies beruhe einerseits darauf, dass die Exit-Tax, die für die nötige REIT-Gründungen sorgen sollte, zum 31.12.2009 auslaufe. Andererseits seien die bereits bestehenden Vor-REITs zunehmend unter Druck geraten, insbesondere da ihnen erhebliche Steuernachzahlungen drohten, sollte nicht ein Börsengang und die Fortentwicklung zum REIT gelingen (vgl. hierzu auch detailliert im Downloadbereich, Claßen, BB 2008, S. 2104-2109). Bezüglich der Exit-Tax sei eine Verlängerung vom Gesetzgeber bislang ausdrücklich nicht geplant. Es bestehe in diesem Jahr insofern die letzte Möglichkeit für Immobilienverkäufer, ihre Immobilien steuerbegünstigt an eine REIT-Aktiengesellschaft oder einen Vor-REIT verkaufen zu können.
Im Ergebnis sei unter Beachtung dieser Risiken zu konstatieren, dass in wirtschaftlicher Hinsicht die Bedeutung von REITs als Instrument zur Immobilienanlage in Zukunft zunehmen werde. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Finanzkrise sei jedoch zu erwarten, dass hohe Fremdfinanzierungen, wie sie in den letzten Jahren in der Immobilienbranche üblich waren, auf absehbare Zeit nicht mehr möglich seien. Es wird in diesem Kontext auf die gesetzlich vorgeschriebene Mindesteigenkapitalquote für deutsche REITs angesprochen. In Folge der Finanzkrise seien auch die Mitbewerber eines REITs faktisch gezwungen, bestimmte Eigenkapitalquoten zu erfüllen, und der G-REIT würde aufgrund seiner transparenten Besteuerung und der verpflichtend hohen Ausschüttungsquote als Vehikel zur indirekten Immobilienanlage wieder mehr in den Vordergrund rücken.
Die derzeitige Finanzkrise bringe nicht nur Risiken für das deutsche REIT-Regime, sondern eröffne auch Chancen für die Zukunft. Die Autoren sind der Auffassung, dass die Änderung des REITG durch das JStG 2009 (vgl. hierzu den Blog-Eintrag v. 21.12.2008) überwiegend positiv bewertet werde und sich hierdurch die Ausgangslage für deutsche REITs insgesamt verbessere. Dennoch sei die Zukunft des G-REITs teilweise auch mit zunehmender Sorge zu betrachten. Dies beruhe einerseits darauf, dass die Exit-Tax, die für die nötige REIT-Gründungen sorgen sollte, zum 31.12.2009 auslaufe. Andererseits seien die bereits bestehenden Vor-REITs zunehmend unter Druck geraten, insbesondere da ihnen erhebliche Steuernachzahlungen drohten, sollte nicht ein Börsengang und die Fortentwicklung zum REIT gelingen (vgl. hierzu auch detailliert im Downloadbereich, Claßen, BB 2008, S. 2104-2109). Bezüglich der Exit-Tax sei eine Verlängerung vom Gesetzgeber bislang ausdrücklich nicht geplant. Es bestehe in diesem Jahr insofern die letzte Möglichkeit für Immobilienverkäufer, ihre Immobilien steuerbegünstigt an eine REIT-Aktiengesellschaft oder einen Vor-REIT verkaufen zu können.
Im Ergebnis sei unter Beachtung dieser Risiken zu konstatieren, dass in wirtschaftlicher Hinsicht die Bedeutung von REITs als Instrument zur Immobilienanlage in Zukunft zunehmen werde. Vor dem Hintergrund der derzeitigen Finanzkrise sei jedoch zu erwarten, dass hohe Fremdfinanzierungen, wie sie in den letzten Jahren in der Immobilienbranche üblich waren, auf absehbare Zeit nicht mehr möglich seien. Es wird in diesem Kontext auf die gesetzlich vorgeschriebene Mindesteigenkapitalquote für deutsche REITs angesprochen. In Folge der Finanzkrise seien auch die Mitbewerber eines REITs faktisch gezwungen, bestimmte Eigenkapitalquoten zu erfüllen, und der G-REIT würde aufgrund seiner transparenten Besteuerung und der verpflichtend hohen Ausschüttungsquote als Vehikel zur indirekten Immobilienanlage wieder mehr in den Vordergrund rücken.