Ausländische Investoren: G-REIT nur Theorie
02.09.2008, 21:19 Uhr, abgelegt in: Kapitalmarkt
Gütle beschäftigt sich in der aktuellen
Ausgabe der Zeitschrift Immobilien & Finanzierung
unter der Überschrift "Spezialfonds, G-REIT oder FCP
aus Sicht ausländischer Investoren" mit dem im Zuge
des neuen Investmentgesetzes und des REIT-Gesetzes
(REITG) veränderten Finanzplatz Deutschland. (S. 582
ff.). Aus Sicht des ausländischen Investores komme
der deutsche REIT bislang nur wenig zur Geltung;
zurückgeführt wird dies auf die späte Einführung des
REITG und seiner Restriktionen sowie der geringen
Zahl an potenziellen bzw. tatsächlichen G-REITs.
Selbiges gelte im Grunde für deutsche Spezialfonds
und die luxemburgischen Fonds Commun de Placement
(kurz: FCP), die im direkten Vergleich zu den
deutschen Spezialfonds allerdings höher in der Gunst
ausländischer Investoren stünden.
Für institutionelle ausländische Anleger, die in Deutschland indirekt in Immobilien investieren wollen, stellt sich stets die Frage, welches dieser drei Vehikel für ein Investment geeignet ist. REITs bieten den Vorteil, dass sie aufgrund ihrer Verbreitung in mittlerweile 31 Ländern für viele ausländische institutionelle Investoren ein vertrautes Vehikel darstellen, auf welches für Immobilieninvestitionen gerne zurückgegriffen wird. Ein großer Vorteil des deutschen REITs sei, so Gütle weiter, seine Fungibilität, die allerdings eine Börsennotierung und einen ausreichenden Streubesitz voraussetze. Nur dann könne der Investor mit geringem Kosten- und Zeitaufwand in den Immobilienmarkt ein- bzw. wieder aussteigen. Der German Real Estate Investment Trust bietet diese Vorteile theoretisch auch ausländischen Investoren, da er im Grunde die gleichen Rahmenbedingungen wie die etablierten REITs in den USA, Frankreich und England aufweist.
Nach Inkrafttreten des REITG rückwirkend zum 1.1.2007 und großer Erwartungen an die Entwicklung der REITs in Deutschland könne bislang aber nicht die Rede sein von einem deutschen REIT-Markt. Lediglich zwei Gesellschaften mit einer Marktkapitalisierung von zusammen ca. 690 Millionen Euro sind zum heutigen Zeitpunkt als G-REIT an der Börse notiert. Insbesondere sei das Marktpotenzial des G-REITs durch den Ausschluss von Bestandswohnimmobilien eingeschränkt worden. Weiterhin liege die potenzielle Marktkapitalisierung ohne die größeren Wohnungsgesellschaften, die sich nach derzeitig gültigem Recht nicht in einen REIT umwandeln können, wie z. B. Gagfah (Indexgewicht 19 %), Patrizia (1,6 %) oder Deutsche Wohnen (3,0 %), bei nur geringen 10,1 Milliarden Euro. Im internationalen Vergleich liegt der deutsche REIT-Markt damit hinten, denn etwa der britische Markt weist einen Wert von etwa 27,6 Milliarden Euro auf und in Frankreich beträgt die Marktkapitalisierung der Sociéte d'Investissements Immobiliers Cotée (SIIC) ca. 53,9 Milliarden Euro. Diese Probleme sowie die Tatsache, dass knapp zwei Drittel Dimax-Werte einen Börsenwert von teilweise signifikant unter 100 Millionen Euro aufweisen, zeigen, warum der deutsche REIT-Markt derzeit nicht den Anforderungen ausländischer Investoren entspricht. Trotz des unterentwickelten Marktes besteht nach Auffassung von Gütle mit dem G-REIT für ausländische institutionelle Investoren zukünftig ein potenziell attraktives Investmentvehikel.
Für institutionelle ausländische Anleger, die in Deutschland indirekt in Immobilien investieren wollen, stellt sich stets die Frage, welches dieser drei Vehikel für ein Investment geeignet ist. REITs bieten den Vorteil, dass sie aufgrund ihrer Verbreitung in mittlerweile 31 Ländern für viele ausländische institutionelle Investoren ein vertrautes Vehikel darstellen, auf welches für Immobilieninvestitionen gerne zurückgegriffen wird. Ein großer Vorteil des deutschen REITs sei, so Gütle weiter, seine Fungibilität, die allerdings eine Börsennotierung und einen ausreichenden Streubesitz voraussetze. Nur dann könne der Investor mit geringem Kosten- und Zeitaufwand in den Immobilienmarkt ein- bzw. wieder aussteigen. Der German Real Estate Investment Trust bietet diese Vorteile theoretisch auch ausländischen Investoren, da er im Grunde die gleichen Rahmenbedingungen wie die etablierten REITs in den USA, Frankreich und England aufweist.
Nach Inkrafttreten des REITG rückwirkend zum 1.1.2007 und großer Erwartungen an die Entwicklung der REITs in Deutschland könne bislang aber nicht die Rede sein von einem deutschen REIT-Markt. Lediglich zwei Gesellschaften mit einer Marktkapitalisierung von zusammen ca. 690 Millionen Euro sind zum heutigen Zeitpunkt als G-REIT an der Börse notiert. Insbesondere sei das Marktpotenzial des G-REITs durch den Ausschluss von Bestandswohnimmobilien eingeschränkt worden. Weiterhin liege die potenzielle Marktkapitalisierung ohne die größeren Wohnungsgesellschaften, die sich nach derzeitig gültigem Recht nicht in einen REIT umwandeln können, wie z. B. Gagfah (Indexgewicht 19 %), Patrizia (1,6 %) oder Deutsche Wohnen (3,0 %), bei nur geringen 10,1 Milliarden Euro. Im internationalen Vergleich liegt der deutsche REIT-Markt damit hinten, denn etwa der britische Markt weist einen Wert von etwa 27,6 Milliarden Euro auf und in Frankreich beträgt die Marktkapitalisierung der Sociéte d'Investissements Immobiliers Cotée (SIIC) ca. 53,9 Milliarden Euro. Diese Probleme sowie die Tatsache, dass knapp zwei Drittel Dimax-Werte einen Börsenwert von teilweise signifikant unter 100 Millionen Euro aufweisen, zeigen, warum der deutsche REIT-Markt derzeit nicht den Anforderungen ausländischer Investoren entspricht. Trotz des unterentwickelten Marktes besteht nach Auffassung von Gütle mit dem G-REIT für ausländische institutionelle Investoren zukünftig ein potenziell attraktives Investmentvehikel.