Offene Immobilienfonds aus Sicht des Privatanlegers

In der dritten Ausgabe der Zeitschrift Wirtschaftswoche vom 12.1.2009 geht es auf Seite 100 um die Geldanlage in Offene Immobilienfonds. Angesichts massiver Geldabflüsse hätten im Jahr 2008 Offene Immobilienfonds etwa 34 Milliarden Euro Anlegergelder einfrieren müssen. Das bedeute, dass ca. 40 % aller in diesen Fonds angelegten Gelder blockiert seien.

Insbesondere Besitzer von Fonds-Auszahlplänen seien davon betroffen, da diese Anleger zunächst eine hohe Summe investiert hätten und nun darauf vertrauen würden, Monat für Monat wirklich einen festen Betrag ausgezahlt zu bekommen. Bei einzelnen Immobilienfonds, zum Beispiel dem Axa Immoselect, sei dieser Geldfluss derzeit erstmal verwehrt. Fondsgesellschaften wie die SEB, KanAm oder die Degi, hätten ihre Fonds zwar eingefroren, würden die Besitzer von Auszahlplänen aber weiter bedienen. Infolgedessen habe die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ein Verfahren eingeleitet, wodurch eine Gleichbehandlung aller Anleger, d.h. keiner solle noch Auszahlungen erhalten, angestrebt worden sei. In diesem Verfahren habe die BaFin im Dezember 2008 vor einem Verwaltungsgericht in Frankfurt Recht bekommen, so dass nun auch keine Auszahlung an Besitzer von Fonds-Auszahlplänen mehr möglich sei.

Kommentar: Wie das Problem des Liquiditätsengpasses beim G-REIT vermieden wird, können SIe hier bereits in einem Blog-Eintrag vom 26.1.2008 nachlesen.